„In Rumänien wurde mir zum ersten Mal richtig bewusst, was Elend wirklich bedeutet. Es ist kaum zu begreifen, dass es Menschen, Kinder gibt, die in solch unwürdigen, schmutzigen, kaputten und traurigen Verhältnissen leben müssen."
„Mich berührt immer wieder, wie sehr die Kinder sich nach Liebe sehnen. Wir können ihnen durch unseren Besuch zeigen, dass es Menschen gibt, die sie lieben und ihnen von Gottes Liebe erzählen."
Teilnehmerinnen Einsatz Rumänien

Zwei Mal im Jahr organisiert Metro Ministries Schweiz Einsätze in Rumänien. Im Sommer jeweils im Juli und August (während der CH-Sommerferien) und im Winter über Weihnachten/Neujahr (ca. 1 Woche). An den Einsätzen haben bis jetzt gegen 700 Personen aus der Schweiz, Deutschland, Ungarn, Tschechien, Rumänien, Ukraine, Bulgarien und Kanada teilgenommen. Wenn du an einer Teilnahme interessiert bist und weitere Informationen haben möchtest, melde dich bitte im Büro von Metro Ministries Schweiz.
Kommst auch du auf einen Sommereinsatz? Für die Sommereinsätze freuen wir uns auch auf Anfragen von ganzen Jugendgruppen mit deren Leitern und Pastoren. Dein Kontakt: CH-Büro. 032 386 12 10.
Daten 2012: 7. - 21. Juli: es hat noch freie Plätze - jetzt anmelden! 21. Juli - 4. August: bereits ausgebucht!
Der Tagesablauf gestaltet sich in etwa wie folgt: Vormittags: Gemeinschaft mit Anbetung, Motivation und einem Lehrteil Nachmittag: Praktische Einsätze in den Dörfern Abends: Gemeinschaft bei Austausch und Spielen
„Saubere Kinder wurden in neue Schuhe oder Kleider gesteckt“
Ein Erlebnisbericht vom Kids-Daycamp in Vanatori, Juli 2011
Von Dominic J.
Wir waren schon ziemlich gespannt, wie das so werden würde. Schließlich haben ein paar von uns einen ganzen Nachmittag in die Vorbereitung dieses Tages investiert. Niemand konnte jedoch so genau sagen, wie es denn sein wird, wenn plötzlich 50 Kinder aus dem sehr armen Zigeunerviertel von Vanatori in unserem ohnehin nicht sehr geräumigen Haus von einem Programmteil zum nächsten spazieren werden. Das Ziel war es die Kinder einmal aus ihrer gewohnten Umgebung herauszunehmen und mit ihnen nicht nur ein paar Stunden, sondern einen ganzen Tag zu erleben. Dies in Sighisoara im Missionszentrum von Metro Ministries. So beteten wir noch alle zusammen bevor es los ging. Der Tag startete aber mit eine Stunde Verspätung. Die Fahrer erzählten uns später, wie Ligia zuerst das Vertrauen der Eltern erarbeiten musste, bevor die Jungen und Mädchen in ihren besten Kleidern gehüllt in unsere Busse einstiegen. Gerüchte von Leuten, die Kinder für den Organhandel entführen, waren im Umlauf. So musste zuerst erklärt werden, warum wir nicht wie sonst das Programm direkt in der Mitte ihres Dorfes gestalteten. Einmal im Auto kamen die sonst ziemlich aktiven Kinder dann aber fast nicht mehr aus dem Staunen, die Fahrzeuge, die kurze Reise, die neue Stadt. Empfangen wurden sie von unserem voll versammeltem Team. Und nach ein paar Showeinlagen der beiden Hausclowns durchliefen sie in kleineren Gruppen verschiedene Posten. Vom Basteln zum Fussball und weiter zum Malen. Ein ganz spezieller Posten fand auf der Terrasse statt. Gewaschen wurden dort die Füsse und Arme in kleinen Becken und saubere Kinder wurden in neue Schuhe oder Kleider gesteckt. Zu Mittag bekam jeder eines der über 100 zuvor von uns vorbereiteten Sandwiches. Am Nachmittag erlebten sie dann auch das ihnen bereits bekannte Sonntagschulprogramm, diesmal im Haus. Besonders das Theater mit dem grossen Walfisch zu der Geschichte von Jona schien sie zu beeindrucken. Und dann ging es auch schon bald wieder zurück nach Vanatori.

Es war ein Tag mit vielen Eindrücken für die Kinder und auch für uns. Für einmal waren wir nicht in der Unterzahl, sondern konnten die Kinder fast eins zu eins begleiten. Ein grosser Vorteil. Trotzdem etwas müde erzählt sich unser Team am Abend von grossen Kinderaugen beim Anblick der grossen Sandwiches am Mittag. Von seltsamen Momenten in der Toilette, wo Kinder sich sekundenlang im Spiegel betrachteten, als hätten sie sich noch fast nie selber gesehen, und von einem Tag mal ganz anders als der Rest der Woche.
Lesen Sie hier mehr über unsere Wintereinsätze mit dem Warme Füsse-Projekt
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